In gewissen Regionen bevorzugt man Bauten aus Stein, Lehm, Beton und Dergleichen – in anderen Regionen aber eher aus Holz. Während dessen der eine Baustoff einen außerordentlich soliden Eindruck vermittelt, sozusagen als „unverwüstlich und für die Ewigkeit“ geeignet, so greift man bei Holz auf ein reines Naturprodukt zurück, in dem auch noch nach dem Verbauen ein gewisses Leben steckt. Wenn man Holz verbaut, muss man eher damit rechnen, dass es mit der Witterung und den Jahreszeiten sozusagen „mitgeht“, was sich in Verfärbungen, Verwerfungen, Verquellungen, Spalten usw. widerspiegelt. Allerdings ist Holz auch derart „naturnah“, dass es an Wohnqualität und Dergleichen von anderen Baustoffen kaum übertroffen werden kann, und es ist technologisch weitaus einfacher zu verarbeiten – mit anderen Worten kann es nahezu Jeder selber tun …
Auch Holz bedarf zuweilen eines bestimmten Schutzes, um länger vor Witterungseinflüssen und Schädlingsbefall zu halten, und das Angebot an Holzschutzmitteln ist nahezu riesig. Mit der Abwehr von Schädlingsbefall soll sich hier aber nicht weiter befasst werden, hingegen mit dem Schutz von Verwitterung, Verfaulen und Ähnlichem. Bei der Auswahl geeigneter Holzschutzmittel macht es zumeist Sinn, auf langjährige Erfahrungen anderer Anwender zurückzugreifen, und da liegt es nahe, mal über den Zaun auf unsere skandinavischen Nachbarn zu schauen, die ihre Häuser bereits seit Generationen aus Holz bauen. Die Witterung im Norden ist härter als bei uns, d.h. kälter und feuchter, aber die skandinavischen Holzhäuser scheinen unverwüstlich – worin liegt das Geheimnis ?
Eigentlich hat schon Jeder einmal von der berühmten „Schwedenfarbe“ gehört und man sieht vor sich schnell ziegelrote Holzhäuser mit weiß abgesetzten Giebeln und Kanten. Das Geheimnis der Schwedenfarben, die es tatsächlich in sehr vielen Farbtönen gibt, liegt in ihrer Zusammensetzung, denn ihre wesentliche Bestandteile sind Leinöl und Kreide. Das kennen wir doch noch von unseren Großeltern ? Die bekannten rötlichen Farbpigmente wurden im Erzbergbau (Eisen) gewonnen, aber es gibt ja mittlerweile noch viele andere Farben. Schwedenfarbe in einem eingeschränkten Farbsortiment bekommt man auf jedem einschlägigen Baumarkt, aber Original-Schwedenfarbe bekommt man u.a. vom niederländischen Anbieter MOOSE FÄRG …
In unserer Kleingartenanlage wurde nach einer umfassenden Reparatur eine Holzlaube mit Original-Schwedenfarben gestrichen und es hat sich dabei herausgestellt, dass die Verarbeitung aufgrund der Farbkonsistenz noch nie so leicht war, wie bisher, und der Verbrauch (bei 2-maligem Anstrich) nur halb so hoch, wie in der Produktbeschreibung angegeben. Die Farbe wurde bereits in der Nachbarschaft weiterempfohlen – vielleicht versuchen Sie es auch einmal (Bild bitte anklicken) ?
